Frühlingswolken
Ich möchte auf einer Wiese liegen und weiße Wolken am Himmel schieben. Ganz oben ist alles blau und blankgeputzt, vom Wintergrau nun ungenutzt.
Schäfchenwolken wandern zerrupft und klein, laden das erste Grün zum Tanze ein. Mit meinen Gedanken, lautloses Gleiten vom Wind geschickt, unbekannte Weiten.
Märzenwolken eilen flüchtig heran, fangen das Licht im Vorübergehn ein. Treibendes Weiß, noch kühl und klar, kündet vom Werden, das unsichtbar war.

Zarte Gebilde aus Phantasie, über den Knospen entschweben sie. Leichtes Gewölk steigt lachend empor, öffnet dem Frühling das Himmelstor.
Frühlingsschauer, silberner Schimmer. Luftige Schleier schauen von oben herab, die federnden Muster, wie gern ich sie hab.
Ich möchte auf einer Wiese liegen und weiße Wolken am Himmel schieben.



